Ibn Kendall
1977 geboren in New York, USA, lebt und arbeitet in
N.Y.C./Brooklyn als Fotograf und Maler.
"BROOKLYN", S/W-Fotoübermalung
Ibn Kendall, 2008, Fotoprint & Öl auf Leinen, 40x60cm
VITA
Education
2001 BFA University of the Arts Philadelphia
SOLO Exhibition
2009 “Coon Alchemy“ NY Studio Gallery, New York, NY
2009 “The Pary is Over“ Ambacher Contemporary, Munich, Germany
2008 “Snap My Picture” Salon Ciel, New York, NY
GROUP Exhibition
2009 "O Bub, O Bub, das ist heisse Scheisse aus Brooklyn", Mai 09, Fenster C, Vienna
2005 “Black” Local Projects, Queens, NY
2004 “The Beautiful Ones” 31 Grand Gallery, New York, NY
2003 “Inquiries” Gale-Martin Gallery, New York, NY
2002 “Reaction” Exit Art, New York, NY
Awards and Acknowledgements
2004 “Hermes” featured in Spike Lee movie “She Hate Me”
2003 “Self-portrait with flag” published in “African-American Wisdom”
2000 “My Hood” awarded first prize in “Pleasure and Terror of the City”
1401 Gallery: Juror by Katherine Ware the Curator of Photography
at the Philadelphia Museum of Art, Philadelphia P.A.
ÜBER DIE ARBEIT
"Snap My Picture" or "The Party is over"
Mein Werk ist ein visuelles Tagebuch: eine Sammlung meiner Erfahrungen, die ich als Sohn jamaikanischer Einwanderer, der in den USA aufwuchs, gemacht habe.
Meine Einstellung zum Leben wurde sowohl von der Umwelt, in der ich aufwuchs gepraegt, als auch von einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen, die im Verlauf der letzten zehn Jahre in mein Leben getreten sind. Der Fokus meiner Arbeit richtet sich auf die gesellschaftlichen Thematiken Identitaet, Geschlecht, Klasse, Sexualitaet und Rasse. Der Diskurs ueber Identitaet kann nur in einem Kontext gefuehrt werden, der die geschichtliche Last und Unterdrueckung beruecksichtigt, die viele “nicht-weisse“ Menschen mit nach wie vor betrifft. Meine Arbeit erlaubt mir, mich von Unterdrueckung zu befreien. Sie ermoeglicht mir eine gemeinsame Basis und die grundlegenden menschlichen Gefuehle, die uns allen zu eigen sind, zu finden, wie in meinem Bild “Browning of the World.”
Als ich Prag besuchte, sah ich eine Stadt voll kulturellem Reichtum, deren Bauwerke aber erstaunlich verfallenen sind. Man erkennt sofort die Auswirkung, die die jahrelange Venachlaessigung auf diese einst so glamouroese Stadt und ihre Bewohner hat. Wenn ich dieses mit der Vergangenheit der Afro-Amerikaner vergleiche, sehe ich eine Verbindung zwischen diesen beiden Menschengruppen, die vormals bluehende Gesellschaften waren, jedoch heute nicht wahrgenommen werden, waehrend sie einen Wiederaufbau beginnen. Die kulturellen Umstaende unterscheiden sich, aber das Ergebnis ist das selbe. Waehrend mir diese Gedanken durch den Kopf gingen, fiel mir inmitten all der Parallelitaet ein Plakat auf, das eine beliebte Afro-Amerikanische Hip Hop Band ankuendigte. Hip Hop ist die Stimme der unterdrueckten schwarzen Amerikaner aus den staedtischen Ghettos, ist eine Kultur mit sozialem Gewissen und ein potentielles Medium, um Veraenderung herbeizufuehren. Der Erfolg von Hip Hop in Prag zeigt, wie sich Jugendliche aus einer anderen Kultur aufgrund ihrer soziooekonomischen Noete mit dem in der Musik wiedergespiegeltem Kampf identifizieren koennen.
Ibn Kendall, New York 2008
"AMERICA´S NEW PAST TIME PART2", S/W-Fotoübermalung
Ibn Kendall, 2008, Fotoprint & Öl auf Leinen, 40x60cm

