BERTRAM SCHILLING
1971 geboren in Krumbach, lebt und arbeitet in München und Sonthofen
1995-01 Bildende Kunst/Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft, Kunsthochschule Kassel
Akademie der Bildenden Künste München und Hochschule für Gestaltung Karlsruhe/ZKM
2001 Abschluss mit Auszeichnung, Kunsthochschule Kassel
2001-02 Studienaufenthalt in Barcelona
2002-03 Meisterschüler bei Prof. Rolf Lobeck, Kunsthochschule Kassel
EXHIBITION 2010
MONOPOL DER DEUTUNG
Bertram Schilling, Oliver Winheim
opening: 27. Mai 2010
show: 28. Mai - 5. Juni 2010
Bertram Schilling, "Meine Freundin", 2010, Mischtechnik/Collage, 32 x 24 cm
TEXTE
Öffnungen, Sperren, Brüche und Vernetzung, Konstruktion und Dekonstruktion, Intention und Zufall,- Bertram Schillings Kunstalphabet und Formenvokabular scheint in ständigem Wandel begriffen. Für den Münchner Künstler läßt sich Malerei im Medium Collage ideal umsetzen und weiterdenken, - mehr als das fertig abgeschlossene Bild interessiert Schilling die Dehnbarkeit einer Idee, die Improvisation und das Moment der Bildfindung.
Beim assoziativen Spiel mit Oberflächen und Öffnungen, Schichtungen und Durchbrüchen riskiert Schilling neuartige bildnerische Beziehungen und prüft deren Haltbarkeit. Dabei reflektiert er visuelle Veränderungen entlang kunstgeschichtlicher Entwicklungslinien (Symbolismus, Surrealismus, Kubismus) ebenso wie die wachsenden Widersprüche bei der eigenen Verortung in einer zunehmend unüberschaubar werdenden (Kunst-) Welt.
(Pressetext Weisser Elefant, Berlin 2009/ 2010)
Bertram Schillings aktuelle Collagen stehen als eigenständige Position deutlich wahrnehmbar neben seiner Malerei, es ist eine Welt voller gegenständlicher Andeutungen, surrealer Verschachtelungen und atmosphärischer Intensität. In seinen vielschichtigen, verschlungenen Arbeiten verbindet Schilling grellen Trash mit geschmeidiger Eleganz: Farbe, Flächen und grafisch-lineare Elemente bilden fein abgestimmte, dichte Kompositionen, die nach und nach prozesshaft entstehen. Eindeutiges wird vermieden, die komplexen Strukturen der Bildräume erschliessen sich oft erst auf den zweiten Blick.
Ganz langsam und allmählich öffnen sie sich dem Betrachter: Bühnenbild-artige Arrangements, von schweren Vorhängen verschattet, überfrachtete Baustellen- und Atelierszenarien, oder geheimnisvolle Lichtungen inmitten üppiger Vegetation.
(Pressetext Künstlerhaus Ulm)
Durch die Kombination verschiedener Stile und experimenteller Arbeitstechniken entwickelt Bertram Schilling (München/Sonthofen) Malereien und Collagen, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion pendeln. Schillings zentrales Thema ist die Landschaft, wenngleich direkte Referenzen zu realen Landschaften in seinen aktuellen Arbeiten nurmehr partiell aufscheinen, - vielmehr wird die Figuration von Natur als symbolhafte, formale Struktur gezeigt, die kein Abbild von Natur mehr sein will, sondern die bildnerischen Möglichkeiten von Landschaft untersucht.
(Pressetext Kornhausmuseum Weiler 2010)
