EXHIBITION "STADTLANDSCHAFTEN"
Gruppenausstellung
CHRISTIANE FLEISSNER - Fotografie/Installation
KARIN APOLLONIA MÜLLER - Fotografie
DANIEL SCHÜßLER - Malerei/Installation
Ausstellung: 15. Juni 2007 - 28. Juli 2007
Kuratiert von Dr. Christine Walter, München
Eröffnung: Donnerstag den 14.07.2007 ab 19.00 Uhr
Opening: Thursday, 14. June at 7 p.m.
Wir freuen uns Ihnen ausgesuchte Werke der KünstlerInnen von Mitte Juni
bis Ende Juli 2007 erstmalig in München in einer Gruppenausstellung
präsentieren zu können. Die KünstlerInnen sind anwesend, bis auf Karin
Apollonia Müller die kurzfristig eine Einzelausstellung in Los
Angeles/USA bekommen hat.
Texte zu den Arbeiten der KünstlerInnen:
Christiane Fleissner bedient sich sowohl der Fotografie als auch der
Installation, um auf bestimmte Aspekte der Stadtlandschaft hinzuweisen.
In ihren Arbeiten, in denen sie mit verschiedenen – gedanklichen und
inhaltlichen – Schichten arbeitet, geht es um eine Spurensuche.
Fleissner versucht die Spuren einer (utopischen) Urlandschaft
aufzuzeigen, die sozusagen über allem liegt. Danben zeigen ihre
Arbeiten auch die gewöhnlichen Spuren des Wohnens und des Daseins in
der Stadt und in der Landschaft.
Christane Fleissner, "Häuser", 2007, C-Print/Detail
© courtesy GALERIE LICHTPUNKT
Karin Apollonia Müller repräsentiert in der Ausstellung das Medium Fotografie. Müller
beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Urbanität von Los Angeles.
In großformatigen, dem in blasser Farbigkeit über Los Angeles liegenden Dunst angepassten Aufnahmen hat
die Fotografin Ausfallstraßen, Brücken und Grünstreifen vor den
Hochhäusern Downtowns festgehalten. Zwischen gigantischen
Hochhäuserblöcken, von Bauspekulanten verlassenen Brachgeländen und
abnorm großen Parkplätzen wirken die wenigen Lebewesen – ein
Verkehrspolizist, einige Spaziergänger, mal ein streunender Hund – wie
Versatzstücke menschlichen Lebens.
Der Stadt Los Angeles kommt dabei die Funktion eines Prototyps zu, der
sich mehr und mehr ausbreitet: Shopping-Center, billiges Wohnen und
uneingeschränkte Mobilität verlangen nach bestimmten Bauformen, die
bereits auch in Europa, Lateinamerika oder Asien anzutreffen sind.
Karin Apollonia Müller, "civitas", 02/1997, C-Print
© courtesy GALERIE LICHTPUNKT
In den Gemälden Daniel Schüßler geht es um die Frage, wie modernes
Wohnen in Zukunft aussehen kann. Schüßler experimentiert mit
verschiedenen Formen der Behausung, vom schützenden Schirm über den
Pappkarton als einfache, aber flexible Bedachung bis zum Hochhaus, das
einerseits optimalen Schutz bietet andererseits – wie der 11. September
zeigte – in Krisenzeiten zur gefährlichsten aller Wohnformen werden
kann. Der Maler legt in seinen Bildern zunächst den Bildraum fest, in den er
dann abfotografierte Bauten hinein collagiert. Dabei bedient er sich
eines riesigen Bildarchivs mit zum Teil vorgefundenen, zum Teil selbst
fotografierten oder nachgestellten Bildern. Die so entstehenden
Verschachtelungen auf der Leinwand sind schlussendlich sowohl formaler
als auch inhaltlicher Natur.
Daniel Schüßler, "Balkenpfad", 2006, Mixed Media
© courtesy GALERIE LICHTPUNKT