GALERIE LICHTPUNKT  -  AMBACHER CONTEMPORARY  - Open: Di-Fr 13-18 h /Tue-Fri 1pm - 6pm  and by appointment
Lothstrasse 78a | 80797 München | Tel: 089-32 55 72 | Fax: 089-32 41 913 | Mail: info@galerie-lichtpunkt.de
 
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TINA WINKHAUS


1966 geboren in Essen
lebt und arbeitet in Berlin




"Der alte Mann und das Mädchen" 2007, from the sequence "HOPE", 2005/06
120 cm x 120 cm (3 + 2 AP) | 60 cm x 60 cm (5 + 2 AP)
LAMDACHROMPRINTS / 2mm DIBOND / 4mm ACRYL
© courtesy TINA WINKHAUS / GALERIE LICHTPUNKT


KURZ VITA
- CV


1987 - 1989 Bayerische Staatslehranstalt für Photographie, München
1990 - 1994 Freie Assistentin Photoraphie, New York
1994 - 1995 Freie Assistentin Photografie, London


STIPENDIEN/PREISE
Awards, grants and commisions

2006 Erster Platz des internationalen Portrait Photography Awards: Appi
2007 Nominiert für ‘the anual photography awards 2007' in fine arts




EINZELAUSSTELLUNGEN
Solo exhibitions (selected)

2004 Fasadengestaltung: ‘Quartier 99', Köln
2005 Fasadengestaltung: ‘Steinbruch', Dresden

2006 Disparates, inspired by Goya, Apartment, Berlin
2006 Disparates, inspired by Goya, Galerie Kunstagenten, Berlin

2007 HOPE, Galerie Tristesse, Berlin
2008 HOPE, GALERIE LICHTPUNKT-AMBACHER CONTEMPORARY

2009 CAR 2009, contemporary art ruhr, art-affairs, Regensburg



GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Group exhibitions (selected)

1996 Geformte Welten Teil 1, Kunstbunker Tumulka, München
1997 Geformte Welten Teil 2, Eigen Art, München
1999 Clubculture, Kunstnetzwerk, München, seit 1999 Berlin

2001 Glory for Sale, Circel Culture, Berlin
2002 Großflächenplakat zur Prager Bienale
2002 Little Red Riding Hood, Berlin
2003 Disparates, inspired by Goya, ZKM Karlsruhe

2006 Preview Berlin, Kunstagenten, Berlin
2006 Der ewige Schlaf, Galerie Rachel Haferkamp, Köln
2006 Große Kunstausstellung Halle

2007 Perspektiven oder Mythos wird mit ue geschrieben, Galerie Engler, Berlin
2007 Große Kunstausstellung, Villa Kobe, Halle
2007 Tease Art Fair, Köln, YorckBerlin, Berlin
2007 Berliner Liste, Berlin, YorckBerlin, Berlin
2007 Berliner Kunstsalon, Berlin, YorckBerlin, Berlin
2008 Berliner Kunstsalon, Berlin, YorckBerlin, Berlin

2009 Tease Art Fair, Köln, YorckBerlin, Berlin
2009 Neue Romantik, Kunstverein Graz, Regensburg


ARBEITEN IM ÖFFENTLICHEM RAUM
Public Works

2004 Fasadengestaltung: ‘Quartier 99', Köln
2005 Fasadengestaltung: ‘Steinbruch', Dresden

SPEZIELLE VERÖFFENTLICHUNGEN - Special publics

Magazinveröffentlichungen - Magazine Publications
Berliner, Magazin für 'Urbanity, Culture, Politics
De:Bug, Magazin für Musik, Medien, Mode und Kunst
Revista Metal, Lifestyle & Kunst, Barcelona
Booklet, Photographic Brainstorm
Style , Magazin für Music, Fashion, Culture
Vogue Japan,
Elle Girl

TV Shows
Stilbruch, Rbb & WDR http://www.youtube.com/watch?v=a8v0-hPWJxg
Detsche Welle

Radio
Moror Fm, Zündfunk: Bayern2

 

 


TEXT ÜBER DIE KÜNSTLERIN
Text about the artist


TINA WINKHAUS
, so wie es war
Text: Charlotte Goltermann

"You´ve got the looks, I´ve got the brain, lets make lot of money."

Schon als kleines Mädchen legte sie großen Wert darauf, daß alles, was sie tat, äußerst elitär sei, stammt sie doch aus einer der letzten großen Familien, die im Ruhrgebiet mit Industrie ihr Vermögen gemacht haben und somit Stil und Noblesse in Deutschland etabliert haben...
Tina war bereits als 2-jährige fest entschlossen, sich nur mit den schönen Dingen zu beschäftigen, so lag es nahe, daß sie Reitstunden und ein eigenes Pferd hatte (Name des Pferdes: Xanadu), Balletunterricht bekam und sehr früh lernte, wie man auf Parties eingeladen wird und sich dort unterhält. Ihre gute Erziehung zielte darauf ab, Tina reich zu verheiraten und sie mit vielen schönen und teuren Hobbies auszustatten, damit sie sich nicht so langweilte. Aber: alles anders!
Tina wurde als 16-jährige spielsüchtig und verspielte das väterliche Erbe zwischen Cannes und Rio de Janeiro, Akapulco und Bad Kleinkirchheim. Von der entsetzten Familie genötigt, sich entweder in einer Anstalt therapieren zu lassen oder eine Arbeit zu suchen, entschied sie sich für letzteres und wurde Zirkusfotografin. Dort hatte sie mit der Art von Mensch und Tier zu tun, die am aufregendsten ist und ihr am liebsten war: Artisten, Akrobaten, Hochstapler.
Als sie irgendwann mit dem Zirkus in der bayrischen Provinz landete, lernte sie dort einen jungen Menschen kennen, der Musik mit Maschinen machte. Er nahm sie mit in die Clubs und heiratete sie: Endlich konnte sie wieder ihrer Bestimmung folgen und auf Parties gehen...
Da ihr ebenso eleganter wie konsequenter  Vater die Konten eingefroren hatte und das letzte Erbe seiner Tochter lieber in billige Aktien und teure Weine investierte und Maschinenmusik nun mal nicht gerade einen luxuriösen Lebensstandard bezahlt, begann Tina auf eben diesen Parties so weiterzumachen, wie sie beim Zirkus aufgehört hatte: sie fotografierte Artisten. In den Party-Räumen, die eigentlich Backstage heißen und nur den drogennehmenden Künstlern vorbeihalten sind, Nach der Show.
Dabei entstehen Fotografien wie Messer.
Tina paart Menschen mit Tieren auf dem Computer und die so Portraitierten bekommen ihre eigene Bestimmung in 4c geschenkt: sie sehen aus wie Popstars: Kaputt, einsam und vom Leben verschlissen. Vielleicht kann man Tina  auch mit einem Rainald Goetz Zitat beschreiben: "Don´t cry work" (aus "Irre").