1959 geboren in Paris, lebt und arbeitet in München
1981-1990 Künstlerische Ausbildung beim Wiener Aktionisten Otto Mühl
1998-2000 Zeichnen bei E. Szekely, C. Eichhacker und W. Müller-Jakob
2000-2005 | Studium an der Akademie der Bildenden Künste München |
Prof. H. Baschang, Prof. A. Doberauer und Prof. G. Dengler | |
2003 | Assistentin bei Prof. A. Doberauer / seit 03 freischaffende Künstlerin |
2005 | Diplom an der ADBK bei Prof. H. Baschang |
Mitgründerin der Künstlergruppe \\"Lárc - der Bogen\\" | |
2007 | Gründung der Produzentenmesse \\"ISLAND OF ART FESTIVAL\\" in München |
EXHIBITION "Umwege" - SYLVIE ARLAUD - Juni 2009
Links: Le déserteur, Rechts: L´arrache-coeur, je 2009, Acryl/Tinte/Lw., 60x40cm
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2009 "Das Mamifest" Galerie Huber, München
2008 "Art in Mind", The Brick Lane Gallery, London
2008 "GALATA" m.d. Gruppe. "L'arc-der Bogen", Bayernf., Friedrich-Ebert-Stift., MUC
2007 "Island of Art Festival" Produzentenkunstmesse München, Aktionsf. Praterinsel
"43. Salon d'art plastique",
Espace Maison Blanche, Paris-Chatillon
"Munich-Barcelona and their contemporary artists in exibit",
Agilis
AssetMangers GmbH (Vermittlung ARTinvestor),
Campo Sentilo, München
2006 Versteigerung des Fördervereins VILLA STUCK, Museum VILLA STUCK, München
"First Date" m. d. Gruppe "L'arc - der Bogen", Aktionsf. Praterinsel, München
Galerie du monde
imaginaire de Caroline Poirier, Beaumont-en-Auge, France
"Das Mamifest", Gegen-Sprech-Anlage bei Lora München
2005 „Six femmes dans l’art" (Caroline Poirier), UNESCO, Paris
2004 "Junge Kunst 04", Galerie auf der Grieser Schmid Point, Miesbach bei München
"Sylvie Arlaud, Isabelle
Melchior, Pierre Poirier" (C. Poirier), UNESCO, Paris
2003 "40. Salon d'art plastique" (C. Poirier), Espace Maison Blanche, Paris-Chatillon
Auswahl zur Ausstellung Target Partners, München
TEXT ZUR KÜNSTLERIN
Textauszug mit freundlicher Genemigung der Kunsthistorikerin Stefanie Schwarzbach:
Die Farbe ist losgelöst von der Form. Die Künstlerin nutzt die Erkenntnisse der Farbenlehre und setzt oft flächiges Rot als Vorwärtsimpuls ein oder schafft Sogwirkung durch kalte Blautöne. Unterstützt durch die Dynamik von Rot-Blau, gerät das mehrschichtige Figuren-Raum-Gebilde in Vibration.
Zunehmend verzichtet sie aber auf starke Farbkontraste. Bemüht, die Durchdringung von Raum und Figur voranzutreiben, schwächt sie durch Beimischung von Schwarz-Weiß-Tönen den Eigenwert der Farben ab. Die einzelnen Flächen werden dichter ineinander verwoben. Verschiedene Grautöne beherrschen nun das Bild und entwerfen eine eingetrübte Grundstimmung, die zur Großstadtproblematik passt.
In den letzten fünf Jahren hat sie diese Ansätze konsequent weiterentwickelt. Ihre Figuren entstammen nun ganz unterschiedlichen Wirklichkeiten, ausgesucht, um im Bild bestimmte Funktionen zu übernehmen, als der Flüchtende oder der Gebeugte beispielsweise. Wie eine Regisseurin der "Nouvelle Vague", montiert Sylvie Arlaud Einzelbilder – abrupten Szenenwechseln gleich – in einen fragmentarisch-konstruierten Bildraum. Ihre flüchtigen Gestalten scheinen Aufnahmen öffentlicher Webcams entnommen, ohne weitere Hinweise auf deren Ausstellungsort. Zeit und Ort sind beliebig austauschbar.
Der Bildraum und die Bildfiguren sind so anonym gehalten und ineinander verschränkt, dass sich der Betrachter in jeder dieser Gestalten wiederfinden kann. Deshalb rufen Sylvie Arlauds Passanten komischerweise ein Gefühl von Vertrautheit in uns wach. Unmittelbar fühlen wir uns betroffen, werden nachdenklich.
Stefanie Schwarzbach, Kunsthistorikerin, Oktober 2007

