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HANA USUI


1974 geboren in Tokio, Japan, lebt und arbeitet in Berlin



OT, 2007, Öl/Tusche, 34 x 24 cm

 

1980-99      Kalligrafielehre (1988-99 Schülerin von Großmeister Undo Inamura)
1994-98      Auswahl für die Ausstellungen der nationalen Mainichi- und Keisei-
                   Kalligrafiewettbewerbe im Tokio Metropolitan Art Museum;
                   Zweiter Platz beim Kaisei-Wettbewerb 1997
1994-98      Kunstgeschichtestudium an der Waseda Universität in Tokio
1998-99      Designkurs der Fachschule Bunka Gakuin, Tokio
1999-03      Freie Künstlerein, Wien
2003-04      Freie Künstlerin, Tokio und Berlin
seit 2004     Freie Künstlerin in Berlin



Die japanische Künstlerin Hana Usui wurde 1974 in Tokio geboren. Im Alter von 6 Jahren begann sie bei Hokusen Shiratori Kalligrafie zu erlernen. Gerade einmal vierzehnjährig wurde Hana Usui in den engeren Zirkel von Schülern des Kalligrafen Undo Inamura aufgenommen, in dem vorwiegend Studenten und ältere Meisterschüler mitwirkten. Über 10 Jahre lang studierte Hana Usui bei ihm zunächst klassische und anschließend avantgardistische Kalligrafie.

Weiter durfte sie auch dem Keisei-Kalligrafieverein beitreten. In der Zeit von 1994 bis 1998 wurden sowohl avantgardistische als auch klassische Kanji-Arbeiten von Hana Usui bei den nationalen Mainichi- und Keisei-Kalligrafie-Wettbewerben mit der Teilnahme an der Ausstellung im Tokyo Metropolitan Art Museum ausgezeichnet.

1997 gewann Hana Usui den 2. Preis beim Keisei-Wettbewerb. Beim Mainichi-Wettbewerb ist zu bedenken, dass sich jährlich immerhin mehrere 10.000 Kalligrafen bewerben. Neben der Kalligrafielehre studierte Hana Usui an der Waseda Universität in Tokyo Kunstgeschichte, wobei sie sich intensiv mit westeuropäischer und nordamerikanischer Kunst befasste.

Mit der Zeit begann sie, die unter den Kalligrafen herrschenden strengen Regeln und Hierarchien als hemmend für ihre weitere kreative Entwicklung zu empfinden und kehrte 1999 der japanischen Schriftkunst den Rücken. Im selben Jahr zog sie nach Wien, um ihren eigenen Weg als freie bildende Künstlerin inmitten einer anderen Kulturlandschaft fortsetzen zu können. Seit 2004 lebt und arbeitet sie in Berlin.

In ihrer heutigen Schaffensperiode spielen für Hana Usui Schriftzeichen keine Rolle mehr, daher ist ihre aktuelle Kunst von der Intention und vom Wesen her keine Kalligrafie. Hana Usuis abstrakte Zeichnungen sind jetzt vielmehr von Gegenständen ihrer Umgebung und der Natur inspiriert.

Hana Usui hat schon mehrfach in Japan und Europa ausgestellt. Ihre Werke sind in mehreren öffentlichen Sammlungen in Berlin vertreten: in der Neuen Nationalgalerie und in der Berlinischen Galerie (Landesmuseum Berlin) sowie in der Artothek des Neuen Berliner Kunstvereins und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Darüber hinaus sind sie auch in der Berliner Sammlung von Si und Dieter Rosenkranz sowie in weiteren privaten Sammlungen in Europa und Japan zu finden. Ihre Kunst wurde von mehreren Kritikern gelobt. Man vergleicht sie mit dem europäischen Informell (Corinna Daniels, DIE WELT), dem abstrakten Expressionismus (Niklas Maak, F.A.Z.) und dem Minimalismus bzw. dem vom Zen-Buddhismus beeinflussten John Cage (Brigitte Hammer). Im Tagesspiegel bekräftigt Thea Herold, dass Hana Usui einen Schatz an Materialgefühl und Körpererfahrung besitzt, der „perfekt zwischen den östlichen und westlichen Einflüssen balanciert“.



Sammlungen und öffentliche
Dauerausstellungen


Artothek des Neuen Berliner Kunstvereins - NBK, Berlin
Artothek der Zentral- und Landesbibliothek, Berlin
Auswärtiges Amt, Berlin
Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin
Neue Nationalgalerie, Berlin
Si und Dieter Rosenkranz, Berlin
Weitere private Sammlungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Polen, Schweiz und Japan